Die Verbindung von ROMEX® und Kunst begann lange, bevor die ersten Gemälde unsere Flure schmückten. In den frühen Jahren, als ROMEX® neue Märkte in Osteuropa erschloss, kam es vor, dass Geschäftspartner Kredite oder Darlehen nicht in Geld zurückzahlen konnten. Stattdessen erhielten sie die Möglichkeit, mit Kunstwerken zu begleichen, was sie schuldeten. So entstanden ungewöhnliche Tauschgeschäfte: Gemälde wurden gemalt, gerahmt und schließlich Teil von ROMEX®.
Noch heute hängen viele dieser Werke in unserem Gebäude und erzählen von diesen Anfängen. In einem Flur finden sich feine Aquarelle osteuropäischer Städte – Kathedralen, Klöster, Häuserzeilen, in gedeckten Farben, getragen von der Stille einer anderen Zeit. Ein anderes Bild zeigt eine chinesische Hof-Szene: Kinder beim Spiel, Erwachsene bei Festvorbereitungen, eingebettet in architektonische Pracht. Sie stehen für Tradition, Geschichte und Gemeinschaft – Werte, die auch ROMEX® prägen. Ein eindrucksvolles Zeugnis dieser Epoche ist ein monumentales Bild aus der Zeit des sozialistischen Realismus: Lenin, der vor Arbeitern spricht. Es erinnert an eine Welt, in der Kunst nicht nur Schmuck war, sondern auch politisches Werkzeug – und bei ROMEX® sogar zur Währung wurde.
Doch es blieb nicht bei diesen frühen Bildern. Ein entscheidender Moment kam, als Waltraut Meurer, die Frau des Firmengründers, ihn überredete, eine Ausstellung im Wald bei Bad Münstereifel zu besuchen. Zwischen Bäumen hingen Gemälde – frei, offen, für jeden sichtbar. Diese „Waldausstellung“ wurde zum Auslöser für ein neues Kapitel: die Unterstützung regionaler Kunst.
Als später in Bad Münstereifel die erste Auktion der Open-Air-Galerie stattfand, stockte der Verkauf. Das erste Bild wurde für 600 Euro aufgerufen – niemand bot. Rolf Meurer hob die Hand, ersteigerte das Werk und machte weiter. Am Ende erwarb er für über 6.000 € Kunstwerke und kaufte schließlich auch die nicht versteigerten Bilder auf, damit die Künstler ihren verdienten Lohn erhielten. Ein ähnliches Bild wiederholte sich Jahre später: Auch bei der zweiten Open-Air-Galerie 2024 erwarb er schließlich den Großteil der verbliebenen Werke. So wurde er zum Mäzen der regionalen Kunstszene.
Die Werke, die seither zu ROMEX® kamen, sind vielfältig und sprechen unterschiedliche Sprachen. In einem Raum hängen kleine asiatische Dorfszenen: Boote, Fischer, Bauern in Reisterrassen. Sie erzählen von Arbeit, Gemeinschaft und Einfachheit – Bilder, die wie Spiegel unserer eigenen Bodenständigkeit wirken. Gleich nebenan hängen ausdrucksstarke Tierdarstellungen, inspiriert von Franz Marc: rote Pferde, die für Kraft und Dynamik stehen, ein blaues Pferd, das für Geist und Vision steht, und ein Hund im Schnee, der Ruhe, Treue und Geborgenheit symbolisiert. Noch weiter öffnet sich die Sammlung zu Weltkunst: Werke im Stil von Paul Gauguin, die das Leben und die Farben der Südsee beschwören. Frauen in kräftigen Rot- und Gelbtönen, eingebettet in leuchtende Landschaften, zeigen eine andere Welt – exotisch, farbig, intensiv. Sie erinnern daran, dass Kunst Weltoffenheit bedeutet, Inspiration und die Bereitschaft, über Grenzen hinauszudenken.
Gemeinsam mit dem Betriebsleiter überlegte Rolf Meurer, wie diese Vielfalt sichtbar werden kann. Heute sind die Werke nicht nur in Büros und Besprechungsräumen zu sehen, sondern auch auf den Fassaden unserer Lager- und Produktionshallen. Wer durch ROMEX® geht – ob Mitarbeitende, internationale Kunden oder auch zufällige Passanten – begegnet Kunst.
Für Rolf Meurer war Kunst nie nur Dekoration. Sie war Ausdruck einer Haltung: Man lebt von Geschichten. Geschichten brechen das Eis, öffnen Türen, überzeugen mehr als Zahlen und Fakten. Er sagte stets: "Ich habe keine Produkte verkauft, sondern Geschichten."
Dieses Credo lebt in ROMEX® fort. Kunst wurde Teil unserer Identität – als Erbe von Rolf Meurer, als Inspiration für uns alle, als sichtbares Zeichen nach außen. Jede Leinwand, jede Farbe, jedes Motiv trägt dazu bei, dass ROMEX® nicht nur für Qualität im Bau steht, sondern auch für Kultur, Menschlichkeit und die Kraft von Geschichten.